Das Gefühl "nicht von dieser Welt" zu sein - Einblicke in meine Geschichte
- jaettner
- 15. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Das Aufwachen kann auf vielen verschiedenen Wegen passieren. Vermutlich so viele, wie es Menschen gibt und noch mehr. Jeder Mensch befindet sich auf seinem ganz persönlichen Weg zurück in die Einheit.
Das was ich im Folgenden schreibe, was ich in meinen Seminaren und Begleitungen anbiete, bezieht sich auf den Ausschnitt der Wahrheit, der MIR gezeigt wird. Hast du eine klare innere Stimme, die dich in eine andere Richtung weißt, folge ihr. Wenn meine Worte jedoch in dir schwingen, wenn sie Neugier, Sehnsucht oder ein Gefühl des Erinnerns in dir auslösen, freue ich mich, ein Stück deines Weges gemeinsam mit dir zu gehen.
Ich bin am Stadtrand von Berlin aufgewachsen, in einem relativ behüteten Elternhaus, in dem ich dennoch so gut wie keinen Raum für meine eigene Entfaltung bekommen habe. Ich habe gelernt artig zu sein, Wut zu unterdrücken, bis ich sie nicht mehr im Ansatz gefühlt habe und mich danach zu richten, was das Außen von mir will. Dafür wurde ich jedoch umso mehr in meiner Hellsichtigkeit und meiner Suche nach der spirituellen Wahrheit unterstützt, die sich schon in meiner Kindheit zeigte.
Im Jugendalter dann hatte ich eine Begegnung mit einem Freund meiner Mutter, der mich mit Energien in Kontakt gebracht hat, die mir Angst gemacht haben. Ich habe begonnen Dämonen und andere dunkle Gestalten zu sehen und habe nach einem besonders schlimmen Erlebnis mehr unbewusst als bewusst beschlossen mich von meiner Hellsichtigkeit zu trennen.
Von meinen eigenen Gefühlen abgeschnitten, weitestgehend von meinen übersinnlichen Fähigkeiten und damit meiner wahren Natur getrennt und mich damit immer unverstanden fühlend stolperte ich also durchs Leben. Immer mit dem Gefühl, hier nicht hinzugehören. Mit zehn Jahren schrieb ich diesen Satz in mein Tagebuch: „Ich will nach Hause“. Mir war damals völlig klar, dass dieser Ort, nicht mein Zuhause war. Ich kam nicht von dieser Welt. Bei aller spiritueller Offenheit meiner Mutter und meiner Großeltern, konnten sie mir darin kein Abbild, keine Orientierung und keinen Halt geben. Waren sie doch auch gleichzeitig die Menschen, die mir vermittelten, dass ich ihre Liebe nur bekam, wenn ich mich in einem engen Raster des kontrollierten Gefühlsausdrucks bewegte.
Es gab einige Punkte in meinem Erwachsenwerden und Erwachsensein, die einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet haben, wie ich jetzt hier stehe:
Mutter zweier Kinder, die sich mit sieben und neun so gigantisch selbst leben und ausdrücken, dass es mich immer wieder zutiefst berührt.
Multidimensionales spirituelles Wesen, das sich sowohl seiner nicht-irdischen Herkunft bewusst ist, als auch der selbst gewählten Entscheidung Jetzt und Hier auf diesem Planeten zu leben, zu wirken und zu dienen.
Erwachsene Frau, die sich ihrer Bedürfnisse, Gefühle und Grenzen bewusst ist, sich damit liebt und ehrt und die volle Verantwortung dafür übernimmt.
Liebe, die immer weiter lernt sich auszudrücken, sich zu spiegeln, zu erfahren und zu leben - ohne Angst, ohne Mauern, ohne Waffen.
Mentorin, die Menschen ein Licht aufzeigt, Liebe schenkt und eine Hand reicht, wenn sie es am nötigsten brauchen.
Der Weg dorthin war steinig und schmerzhaft, gekennzeichnet durch Gefühle der Trennung und des Alleinseins. Aber auch magisch, wundervoll und immer wieder zutiefst berührend.
Das Leben hat mich gelehrt, mein Herz immer wieder zu öffnen. Dass Mut nicht heißt, keine Angst zu haben. Dass ich meiner inneren Stimme mehr als allem anderen vertrauen kann und, dass ich auch in der tiefsten Dunkelheit nicht alleine bin.
Heute lebe ich mit meiner Familien seit acht Jahren in einer spirituellen Lebensgemeinschaft in Thüringen und forsche hier täglich an zwischenmenschlichen Beziehungen, inneren Themen und dem Feld des Erwachens.
Meine ersten Workshops zu Themen von Persönlichkeitsentwicklung und Spiritualität habe ich bereits mit Anfang zwanzig gegeben. Seit dem entwickeln sich meine Seminare und Begleitungen stetig weiter. Heute liegt der Fokus meiner Arbeit darauf Räume zu gestalten, in denen wir uns gemeinsam an unsere naturgegebene Verbundenheit erinnern - an unsere wahre Essenz, unsere Göttlichkeit, unser Eins-Sein mit allem. Ein großes Anliegen ist mir dabei, uns mit ALLEM zu verbinden was in uns ist. Kein Bypass, kein Verdrängen oder ins Licht fliehen. Sondern wirkliches, tiefes Erinnern, welches alles in Liebe umarmt, was sich zeigt. Reconnect Awakening soll eine Community werden, in der wir uns auf diesem Weg gemeinsam unterstützen.
Wenn du grade durch Zeiten der Transformation gehst, nicht mehr weißt wo unten und oben bist oder einfach ahnst, dass da mehr ist, als du bist jetzt wahrnimmst. Mag ich dich ermutigen, deinen Weg weiter zu gehen. In die Verbindung zu gehen, in den Kontakt mit anderen, dich mitzuteilen, dir Hilfe zu holen. Du bist nicht allein.

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